Rebterrassen in Fully
© Foto Camille Crettol
Es scheint, als wären sie immer da gewesen. Es ist jedoch unmöglich den Ursprung der Rebterrassen, dieser für den Walliser Rebbau so typischen Stützungsmauern, zu datieren. Die ältesten in der Schweiz befinden sich in den Bündner Alpen und sie datieren aus der Bronzezeit. Im Oberwallis wurden wohl Stützungsmauern und Spuren von einem Hackenplug aus der Eisenzeit gefunden. Es gibt jedoch keinerlei Indizien, die darauf hinweisen, dass sie mit Rebbau im Zusammenhang standen.
Die älteste Erwähnung von Rebmauern befindet sich in den Kontobüchern der "Chatellenie de Saillon" aus dem Jahr 1341. Sie bestätigt die Anwesenheit von «Charmuri», das heisst von Trockensteinmauern, in den Reben des Grafs von Savoyen, direkt unter dem Wachtturm von Saillon.
Heute gibt es im Wallis 3'000 km Trockensteinmauern. Diese Erbauungen verlangen einen regelmässigen Unterhalt. Ab dem Jahr 1700 erwähnen verschiedene Dokumente die Anwesenheit von italienischen Maurern für Reparaturarbeiten. Zu einem späteren Zeitpunkt, als der Rebbau die Talebene verlässt um sich in den Hängen auszubreiten, entstehen bedeutende Baustellen. Die eindrucksvollen Mauern in der Lage Cotzette, oberhalb von Sion, erreichen zum Teil Höhen von 18 Metern und haben, von 1863 bis 1908, eine Arbeitszeit von 45 Jahren beansprucht.
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