Erwähnt man "Heida", denkt man an "Heidi". Tatsächlich hat diese Rebsorte ebenfalls eine Geschichte und eine Identität, die tief in unserer Bergwelt verankert sind. Im Oberwalliser Dialekt bedeutet "Heida" alt, ehemalig, Bezug nehmend auf die Zeiten vor der Evangelisierung, die Zeiten der Heiden (Wolf, 1886). Die Bezeichnung ist auch in Wörtern wie Heidenhäuser ("alte Häuser") oder Heido, der Name der ältesten Suone in Visperterminen, zu finden. Im welschen Wallis wird das Gewächs seit 1812 "Païen" genannt.
Bei der Rebsorte handelt es sich eigentlich um den Traminer (franz.: Savagnin blanc), den man im französischen Jura antrifft und der dem bekannten "Vin Jaune" zu Grunde liegt. Im Wallis hat das bereits im Mittelalter eingeführte Gewächs den Charakter des besonderen Terroirs von Visperterminen angenommen, dort wo die Rebterrassen zwischen 650 bis 1'150 Meter Höhe liegen.
Quelle: Histoire de la Vigne et du Vin en Valais, « Les cépages au XVIe siècle: Muscat, Gouais Blanc, Gros Bourgogne et Savagnin Blanc » von José Vouillamoz, Ampelograph
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